Mein Cloud Setup – Eine kurze Übersicht (Stand Februar 2017)

In diesem Beitrag möchte ich einen kurzen Überblick darüber geben, welche Cloudanbieter und Cloudtools ich derzeit nutze. Wenn man seine Software und Hardware genauer analysiert, wird man erstaunt sein, wieviele Elemente davon schon in eine Cloud integriert sind. Das hat natürlich auch damit zu tun, wie weit der Begriff Cloud definiert werden kann. Die wichtigsten Teile dieser Definition sind für mich eine Synchronisation einer Datenbasis über mehrere Plattformen und Rechner hinweg, eine Speicherung von Daten außerhalb meines eigenen Netzwerks und die Möglichkeit des Zugriffs auf Daten, egal wo ich mich befinde. Es folgt sicher keine allumfassender Überblick meines Cloud Setup, aber es soll einen Eindruck vermitteln, welche Dienste einen festen Platz in meinem Alltag haben.

Klassischer Cloudspeicher

Cloud SetupMein sicher am häufigsten genutzter Cloudspeicher ist seit vielen Jahren Dropbox. Obwohl der Speicherplatz beschränkt ist, besticht Dropbox vor allem durch die schnelle und einfache Dateisynchronisation. Zudem ist Dropbox in sehr viele mobile Apps und Softwareprogramme einwandfrei integriert. Weiterhin ist OneDrive von Microsoft als Teil von Office365 für die Speicherung von Dokumenten und Fotos in Gebrauch. Gute Integration in Windows und mit Office365-Abo ein großzügiger Speicher von 1TB sprechen dafür. Das Amazon Drive hingegen ist bei mir der Cloudspeicher mit dem höchsten Datenaufkommen. Ich nutze da die Option „Unbegrenzter Speicherplatz“ und lagere dort verschlüsselt Backups von mehreren Quellen aus. Was ich dafür nutze, zeige ich weiter unten. Derzeit ist Amazon Drive mit 4,2TB an verschlüsselten Daten gut ausgelastet. Schwachpunkt bei Amazon ist weiterhin die von Amazon gelieferte Software, die Integration in Software von Drittherstellern hat aber 2016 deutlich an Schwung gewonnen. Privat nutze ich Google Drive recht sporadisch, dieses ist eher im beruflichen Bereich von Relevanz und dort glänzt es mit guter Integration in die zahlreichen Google-Dienste, die eng verzahnt sind und auf eine schnelle Zusammenarbeit mit Kollegen ausgelegt sind.

Tools für die Nutzung von Cloudspeicher

Neben den bereits im Blog vorgestellten kleinen Tools 1Clipboard, einem Clipboard Manager, sowie ExpanDrive für die Anbindung von Cloudspeicher als Windows- oder Mac-Laufwerk, sind vor allem Tools für Backupzwecke zentraler Teil meines Cloud Setup. Zu allererst wäre da Arq zu nennen. Dieses Tool erlaubt, auf lokale und entfernte Ziele verschlüsselte Backups von lokalen Rechnern zu machen. Bei mir ist Arq an Amazon Drive angebunden und legt dort täglich ein Backup meines Arbeitsrechners ab. Dabei werden jeweils nur die geänderten Dateien hochgeladen, um Bandbreite zu sparen. Ebenso an das Amazon Drive angebunden ist das Tool Hyper Backup meiner Synology NAS. Es wird dort einmal täglich eine verschlüsselte Kopie meiner Daten in der Cloud abgelegt. Diese Lösung gefällt vor allem auch durch die umfangreiche Versionierung, so dass man gelöschte oder veränderte Dokumente sehr gut wiederherstellen kann. Für gelegentliche Kopierprozesse zwischen Rechner und Amazon Drive nutze ich derzeit gelegentlich, aber wegen ExpanDrive immer weniger, den Cloudberry Explorer in der freien Version, der teilweise aber etwas sperrig und eingeschränkt ist. Ganz am Rande werkelt natürlich auch Apples (leider sehr ausbaufähige) iCloud, die vor allem für diverse App- und Kontakte-Synchronisierungen herhält.

Webdienste und Tools mit Cloudaspekt

Als Dokumentenverwaltung für die Cloud nutze ich schon länger den Dienst Fileee. Diesen werde ich demnächst näher vorstellen. Mit diesem kann man seine wichtigen Dokumente mit Smartphone oder Scanner archivieren, durchsuchbar machen und mit Erinnerungen verknüpfen. An Fileee gefällt mir die leichte und flexible Bedienung sowie dass der Dienst in Deutschland sitzt. Der Support ist hilfreich und schnell und im Alltag wird das Auffinden wichtiger Dokumente erheblich erleichtert. Droplr hatte ich als Tool für das schnelle Teilen erst kürzlich vorgestellt. Ein sehr zeitsparendes Tool für Vielschreiber ist auch das von mir intensiv genutzte TextExpander. Dort können Rechner- und plattformübergreifend Tastaturkürzel hinterlegt werden, um häufig genutzte Phrasen, Signaturen, Formeln etc. schnell einfügen zu können. Als Passwortmanager mit Synchronisation der Daten über alle Rechner und Smartphones hinweg rundet bei mir LastPass mein Cloud Setup ab. LastPass überzeugt mit seiner guten Integration in alle Browser und einem fairen Preismodell.

Hardware mit Cloudanbindung

Amazons Echo ist bei mir (noch) nicht im Haushalt, dafür aber eine Waage von Withings, die das Gewicht der aller Familienmitglieder misst und gut aufbereitet (natürlich nicht öffentlich) im Internet oder in der Smartphone App darstellt. Darüberhinaus ist meine Synology NAS als Modell DS-916+ auch an diverse Clouddienste angebunden, um Backups zu machen. Als Medienabspielgeräte mit einer Möglichkeit zum Darstellen von Inhalten aus der Cloud, wie z.B. Fotos und Dokumente, habe ich den FireTV Stick sowie eine Himedia Android Box. Ja, selbst mein Multifunktions-Drucker von Epson ist per Google Cloud Print in der Wolke. Als mobile Geräte profitieren zwei Kindles, iPhones und iPads von diversen Clouddiensten.

Fazit für mein Cloud Setup

Dieser kurze Streifzug in mein Cloud Setup ist sicher unvollständig. Wenn man sich mit der Thematik Cloud näher beschäftigt, merkt man auch, in wieviele Bereiche des digitalen Lebens sich die Cloud schon vorgearbeitet hat. Selbst Nutzer, die die Cloud eher belächeln oder fürchten, werden in vielen Fällen Clouddienste im Hintergrund bewuust oder unbewusst nutzen. Trotzdem sehe ich noch viel Potenzial für mein Cloud Setup. Mir missfällt derzeit noch die Archivierung meiner riesigen Foto-Sammlung. Das ist derzeit noch sehr verteilt und scheiterte in früheren Jahren an den Einschränkungen bei der Cloud-Speicherkapazität. Die Sammlung an einem Ort wäre eines meiner nächsten Projekte. Auf jeden Fall freue ich mich auf die zukünftige Entwicklung der Cloud, hoffentlich verbunden mit einer Erweiterung der (Upload-)Bandbreite in vielen Haushalten. Ich bleibe mit Cloudwelt auf jedenfall am Ball.